Medialität

 

Um mit der jenseitigen Welt in eine wahrnehmbare Verbindung treten zu können, bedarf es eines Menschen mit einer besonderen medialen Fähigkeit. Was bedeutet “Medialität”? Und worin liegt die spezielle Fähigkeit eines Mediums?

 

Eine gewisse Medialität haben alle Menschen. Wohl jedermann hat schon erlebt, dass er ein Geschehen erahnen konnte oder dass er plötzlich zu einer Erkenntnis gelangte, ohne dass sie ihm auf gewohntem Wege zugetragen wurde. Doch nur bei wenigen Menschen ist die mediale Begabung so ausgeprägt, dass sie als Mittler zwischen dem Diesseits und dem Jenseits wirken können. Um ein Medium zu sein, braucht es diese Geistbegabung, diese besondere Fähigkeit, von der eigenen Lebenskraft (Odkraft) in einem ausreichenden Masse an ein Geistwesen abgeben zu können, sodass dieses sich den Menschen kundtun kann.

Welchen Wert und Gehalt eine Verbindung mit der Jenseitswelt tatsächlich hat, hängt von der Gesinnung und der Gottestreue des sich kundtuenden Geistes ab, aber auch vom Mittler selbst. Um ein hilfreiches Werkzeug für die Gotteswelt zu sein, muss ein Medium charakterstark sein; es muss eine klare Vernunft und ein gesundes Urteilsvermögen haben sowie Tugenden aufweisen wie Bescheidenheit, Aufopferungsfähigkeit und Treue gegenüber der Geisterwelt Gottes.

Tieftrance

Die für die Übermittlung der Wahrheit wichtigste Form der Medialität ist die Tieftrance. Sie bezeichnet den Zustand, wenn der eigene Geist des Mediums vollständig aus dem Körper ausgetreten ist. An seiner Stelle tritt ein anderes Geistwesen in den Körper des Sprechmediums ein und macht mithilfe der Sprechwerkzeuge des Mediums seine Mitteilungen. Der eigene Geist eines Tieftrancemediums ist währenddessen nur noch durch das sogenannte “silberne Band”, den Lebensfaden, mit dem eigenen Körper verbunden. Am Ende der Kundgabe kehrt der Geist des Mediums wieder in seinen Körper zurück. Es weiss nach dem Erwachen nichts von dem, was das andere Geistwesen durch seinen Körper gesprochen hat.

Ein biblisches Beispiel für eine Kundgabe aus der jenseitigen Welt findet sich in der Apostelgeschichte: Am Pfingstfest in Jerusalem erlebten die Apostel auf eindrückliche Weise, wie jeder von ihnen von einem heiligen Geist erfüllt wurde, der durch ihren Mund in fremder Sprache Gott und seine Taten lobpries und das Evangelium Christi verkündete (Apg. 2, 1–13).

Tieftrancemedium Beatrice Brunner

Ein Tieftrancemedium im Dienste der göttlichen Welt war Beatrice Brunner (1910–1983). Sie wirkte während 35 Jahren als Mittlerin in der geistchristlichen Gemeinschaft, die heute unter dem Namen GL Zürich bekannt ist. In den über drei Jahrzehnten ihrer Mittlertätigkeit waren es dieselben zwei jenseitigen Lehrer, welche die Zuhörer in der christlichen Geisteslehre unterrichteten. Diese beiden Geister Gottes mit den Namen Josef und Lene gaben in ihren Lehrvorträgen einen umfassenden Unterricht in der Lehre Christi, über die Schöpfung Gottes, über den Ursprung, den Sinn und Zweck allen Lebens. Zu dieser Unterweisung aus der Gotteswelt gehören auch 91 Erlebnisberichte verstorbener Menschen, die von ihrem Erdenleben und ihren ersten Erlebnissen in der jenseitigen Welt berichten.

Zwischen 1948 und 1983 wurden durch Beatrice Brunner 2400 Lehrvorträge vermittelt; davon sind 1400 auf Video- oder Tonband erhalten und werden heute an den Veranstaltungen der GL Zürich wiedergegeben. Die GL Zürich ist damit betraut, all diese Vorträge in Buchform herauszugeben.